photovoltaik-speicher-start

Photovoltaik Speicher

Zahlreiche Eigenheimbesitzer und kleinere Betriebe haben sich in der Vergangenheit
für die Installation einer Photovoltaik Anlage entschieden. Die Gründe lagen
einerseits in der Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen und zum anderen in der
attraktiven Einspeisevergütung für den erzeugten Strom in das öffentliche Netz.

Darüber hinaus sprechen ökologische Gründe für die Installation von Photovoltaik Anlagen, denn die Stromerzeugung erfolgt emissionsfrei und umweltverträglich. Eine sinnvolle Investition kann unter bestimmten Voraussetzungen die Anschaffung eines Photovoltaik Speichers sein, der den Solarstrom speichern und bei Bedarf zur Verfügung stellen kann.

Was ist ein Photovoltaik Speicher?

Photovoltaik Speicher sind Solarakkus, deren Funktionsweise im Wesentlichen der einer Batterie entspricht. Die Hauptaufgabe besteht darin, den durch die Solaranlage erzeugten Strom zu speichern und bedarfsabhängig wieder freizugeben. Der Einsatz eines Photovoltaik Speichers hat den Vorteil, dass der Strom nicht zur Zeit der Erzeugung durch die Solaranlage verbraucht werden muss, sondern zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden kann, wenn die Sonne nicht scheint. Auf diese Weise wird ein höherer Strombedarf bei Dunkelheit und an lichtschwachen Tagen aus dem Speicher gedeckt. Gleichzeitig kommt es zu einer Reduzierung des Verbrauchs aus dem öffentlichen Stromnetz und damit zu einer Kostensenkung.

Akkutechnologien zur Speicherung von Photovoltaik Strom

Bei den Solarstrom Speichern wird grundsätzlich zwischen zwei Technologien unterschieden: Ionen Akkus und Blei-Gel-Akkumulatoren. Die hohe Lebenserwartung und die Zyklenbeständigkeit sprechen für Lithium-Ionen-Akkus. Durch konsequente Weiterentwicklungen in jüngster Vergangenheit konnte die Lebensdauer für diese Strom Speicher auf bis zu 20 Jahre ausgedehnt werden. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist darüber hinaus die Zyklenbeständigkeit. Bis zu 10.000 Lade- und Entladezyklen überstehen Ionen Akkus, bevor sie gegen neue Speichermedien ausgetauscht werden müsse. Neben klassischen Lithium Ionen Akkus kommen auch Lithium-Eisenphosphat-Akkumulatoren zum Einsatz, die sich aufgrund des günstigen Anschaffungspreises zunehmender Beliebtheit erfreuen.

An Bedeutung verloren haben in jüngster Vergangenheit Bleiakkus, die dank der Verwendung von Blei Säure nur einen geringfügigen Selbstentladungsgrad besitzen. Mit einem Wirkungsgrad von bis zu 80 Prozent tragen sie viel zur Effizienz von Photovoltaik Anlagen bei. Für diese Strom Speicher spricht darüber hinaus die Wartungsfreiheit, was sich positiv auf die Unterhaltskosten auswirkt. Bezüglich der Zyklenbeständigkeit liegen Bleiakkus deutlich hinter Ionen Batterien zurück. Die Speichermedien überstehen rund 1.200 Be- und Entladezyklen, bevor sie ersetzt werden müssen.

Anschaffungskosten für die Sonnenbatterie

Die Kosten für die Anschaffung eines Photovoltaik Speichers hängen von verschiedenen Faktoren ab. Für einen Solarstrom Speicher für Photovoltaik Anlagen auf Einfamilienhäusern werden zwischen 5.000 und 15.000 Euro fällig. Wesentlich beeinflusst wird der Preis durch die Leistung des Gerätes. Grundsätzlich müssen Kerngrößen wie die Entladeleistung, die Zyklenbeständigkeit, die Lebensdauer und die nutzbare Speicherkapazität bei der Kostenbeurteilung berücksichtigt werden. Die Kennzahlen entscheiden letztendlich darüber, in welchem Zeitraum sich der Solarstrom Speicher amortisiert hat. Ein Photovoltaik Rechner leistet unter Umständen wertvolle Unterstützung bei der Kalkulation.

Wie sinnvoll ist ein Photovoltaik Speicher?

Die Anschaffung eines Solarstrom Speichers spielte bis vor wenigen Jahren in den Überlegungen von Besitzern einer Photovoltaik Anlage keine Rolle. Der Grund lag in der hohen Rückvergütung, wenn der erzeugte Solarstrom in das Netz eingespeist wurde. Mit der Verabschiedung des Erneuerbare Energien Gesetztes änderte sich dies, denn seit November 2012 ist die Einspeisevergütung der Degression unterworfen und die Höhe wird im Dreimonatsrhythmus neu berechnet. Gegenwärtig lohnt sich die Anschaffung eines Photovoltaik Speichers aufgrund der vergleichsweise hohen Anfangsinvestition nur in Einzelfällen. In naher Zukunft wird bei sinkender EEG-Umlage und bei gleichzeitig geringeren Produktionskosten die Wirtschaftlichkeit der Solar Speicher zunehmen. Unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte ist der Einstieg in die Speichertechnologie bereits heute sinnvoll, denn der erzeugte Strom stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien und wird damit umweltvertäglich und emissionsfrei produziert. Die Speichermodule tragen wesentlich zur Erhöhung des Autarkiegrades bei und machen bei gezieltem Einsatz weitestgehend unabhängig vom öffentlichen Stromnetz.

Die richtigen Dimensionen für den Photovoltaik Speicher

Die Dimensionierung der Sonnenbatterie richtet sich nach dem Energiebedarf des Hauses. Die Berechnung sollte einem Fachmann überlassen werden, der die Größe des Speichermoduls unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedingungen exakt ermitteln kann. Anschließend kann man bei den Anbietern der Solar Speicher ein entsprechendes Angebot anfordern. Als Richtlinie dient für den Photovoltaik Speicher eine Kapazität von einer Kilowattstunde pro Kilowattpeak Solar-Leistung. Mit einem exakt auf den Energieverbrauch des Hauses abgestimmten Stromspeicher lässt sich der Eigenverbrauchsanteil um bis zu 100 Prozent steigern. Gleichzeitig ist damit ein deutlicher Anstieg des Autarkiegrades verbunden.

Faktoren für die Rentabilität von Photovoltaik Speichern

Bei der Berechnung der Rentabilität einer Solarstrom Speicheranlage müssen die Lebensdauer und die Zyklenbeständigkeit berücksichtigt werden. Darüber hinaus fließen Faktoren wie die Höhe der Einspeisevergütung und staatliche Förderungen in die Berechnung ein. Eine wichtige Rolle spielt auch die nutzbare Speicherkapazität, die bei Solarspeichern in Kilowattstunden angegeben wird, und die Entladetiefe. Ein 10 kWh Speicher mit einer Entladetiefe von 80 Prozent kann beispielsweise nur 8 kWh Strom zur Verfügung stellen. Nicht zu unterschätzen ist der Eigenverbrauchsanteil, der bei deutschen Eigenheimbesitzern im Schnitt nur bei 30 Prozent liegt. Beim Eigenverbrauchsanteil handelt es sich um die Menge an Strom, die tatsächlich im Haushalt verbraucht wird. Der Rest fließt in das öffentliche Netz und wird mit einem bestimmten Cent-Betrag pro Kilowattstunde vergütet.